429 HZ – KAMMERTON A
Es gibt keinen „richtigen“ Kammerton. Es gibt historische Konventionen, praktische Kompromisse und persönliche Entscheidungen.
440 Hz ist der internationale Standard. Mother Earth Radio nutzt 429 Hz. Hier ist warum.
Eine kurze Geschichte der Stimmung
Im 18. Jahrhundert lag der Kammerton oft zwischen 400 und 430 Hz. Bach komponierte vermutlich bei etwa 415 Hz. Im 19. Jahrhundert stieg die Stimmung stetig – Orchester wollten brillanter klingen, Opernhäuser konkurrierten um den hellsten Sound. Paris stimmte auf 435 Hz, London zeitweise auf 452 Hz.
Die Proteste kamen von den Sängern. Höhere Stimmung bedeutet mehr Spannung auf den Stimmbändern, mehr Druck, schnellerer Verschleiß. Richard Strauss fragte sinngemäß: Wie soll die arme Sängerin das noch herausquetschen, was ich ihr in die höchsten Lagen geschrieben habe?
1939 fand in London eine internationale Konferenz statt, die den Kammerton auf 440 Hz festlegte. Zehntausende Musiker hatten dagegen protestiert – vergeblich. Der Standard setzte sich durch, weil die Rundfunkanstalten eine einheitliche Referenz wollten: Konzertübertragungen aus verschiedenen Ländern sollten gleich klingen.
Musikalisch war die Entscheidung nicht zwingend. Sendetechnisch schon.
Warum 429 Hz
Prof. Marc Henry (1958–2024) war Professor für Chemie und Quantenphysik an der Université de Strasbourg. Über 190 wissenschaftliche Publikationen, spezialisiert auf die physikalischen Eigenschaften von Wasser.
In seiner späten Forschung berechnete Henry 429,62 Hz als charakteristische Frequenz von Wassermolekülen.
Ist das ein Beweis, dass Musik bei 429 Hz „besser“ ist? Nein. Der Zusammenhang zwischen einer molekularen Frequenz und der Wirkung von Schallwellen ist nicht wissenschaftlich etabliert.
Aber es ist ein Ausgangspunkt. Eine Hypothese von einem seriösen Wissenschaftler, nicht aus der Esoterik-Ecke.
Was ich höre
Ich arbeite seit 30 Jahren als Toningenieur. Ich habe viel Musik gehört, produziert, gemischt. Irgendwann war die Magie weg. Alles klang gleich, alles war optimiert, nichts berührte mehr.
Dann hat mir ein Freund von 429 Hz erzählt. Ich war skeptisch. Ich hab’s ausprobiert. Ich hab meine Instrumente gespielt, meine Hi-Res Aufnahmen runtergestimmt.
Und dann saß ich da und hörte Musik wie als Kind. Nicht analysiert, nicht bewertet. Einfach gehört.
Das ist keine Studie. Das ist meine Erfahrung. Vielleicht hörst du es auch. Vielleicht nicht. Ich zwinge niemanden.
Kein Dogma
440 Hz ist Standard. 429 Hz ist meine Wahl.
Nicht wegen Chakren. Nicht wegen Heilfrequenzen. Sondern weil es für mich klingt. Weil die Musik wieder atmet. Weil ich wieder zuhöre statt nur zu hören.
Jeder Track auf Mother Earth Radio wird einzeln neu gestimmt. Digital, präzise, verlustfrei. Das dauert. Aber ich höre den Unterschied.
Klangzelle – wenn du es richtig hören willst
Mother Earth Radio klingt über jeden Lautsprecher. Aber es gibt einen, der dafür gebaut wurde.
Die Klangzelle ist ein Breitbandlautsprecher aus dem Ingenieurbüro Lachmann – demselben Haus, aus dem auch die 429 Hz Idee stammt. Handgedrechseltes Buchenholzgehäuse, ein Treiber, keine Frequenzweiche. Ein Klang, der sich im Raum verteilt, ohne zu ermüden.
Ich hab die Klangzellen hier stehen. Ich höre damit. Wenn Mother Earth Radio über diese Lautsprecher läuft, passt alles zusammen: die Musik, die Stimmung, die Wiedergabe. Das ist kein Marketing – das ist, wie ich selbst höre.
Wenn du neugierig bist:
Zu den Klangzellen →
Weiterführend
- Marc Henry: „Water and Its Mysteries“ – Inference: International Review of Science, 2019
- Marc Henry: „The Hydrogen Bond“ – Inference: International Review of Science, 2015
- Nikolaus Harnoncourt über historische Stimmungen
- Institut Marc Henry: institutmarchenry.org
